Combat Sambo

(von links: Uwe Armschat und Anton Weinberger, 8. Dan, Bojewoje Sambo)

Was ist Systema (Bojewoje) Sambo

Das Nahkampfsystem Bojewoje Sambo, vertreten durch Anton Weinberger  8. DAN, einziger offizieller Ausbilder der diese Form des Sambo in Deutschland auf Vereinsbasis lehrt, kennt wie Jiu Jitsu nur ein einziges, sehr direktes Ziel:

Besiege den Gegner.

Dafür wird jedes Mittel verwendet. Somit war Bojewoje Sambo, analog zu Jiu Jitsu, zu keiner Zeit als sport­licher Wettkampf gedacht. Dementsprechend wurde er auch nur ganz speziellen Personengruppen aus Polizei und Militär gelehrt. Analog dazu durfte Jiu Jitsu nur von den Samurais, den japanischen Rittern respektive Angehörigen der Kriegerkaste angewendet werden. Die Ähnlichkeit dieser beiden Systeme ist leicht herzuleiten. Bei der Entwicklung zum Nahkampf während des zweiten Weltkrieges und bei der Weiterentwicklung 1968 – 1970 standen neben den traditionellen russischen Kampfarten hauptsächlich die fernöstlichen Kampfsysteme Modell. Es wurde systematisch aus jeder Kampfart die effektivsten Techniken übernommen. Als ein Kriegs- und Nahkampfmittel war Jiu Jitsu als Vorlage geradezu prädestiniert. Das Resultat war der auf dem Ringkampfbasierende gefährliche Nahkampf Bojewoje Sambo.

Die daraus abgeleitete zivile Selbstverteidigung ist in der Bewegungsstruktur und im Grundprinzip identisch, zeichnet sich jedoch durch das Fehlen der extrem gefährlichen Techniken aus. Diese werden in der Regel durch harmlose Mittel ersetzt.

 

Anmerkung:

Diese Techniken werden nur Meistergraden vermittelt. Sie setzen unbedingt die geistige Reife voraus, dass man bewusst mit ihnen umgehen kann, da sie zu ernsthaften, z.T. tödlichen Verletzungen führen können. Konkret heisst das, im Training muss man seine Kraft so vorsichtig einsetzen, dass der Partner keinen Schaden davonträgt. In Ernstsituationen muss dem Prinzip der Verhältnismässigkeit der Mittel in Rechnung getragen werden. Das bedeutet, man muss die Abwehr der Schwere des initiierten Angriffes anpassen. So darf man nicht in Hektik geraten und jemanden überstürzt u.U. sogar tödlich verletzen.

 

Man unterscheidet drei Arten des Sambo

Borba Sambo

Bojewoje Sambo

Selbstverteidigungssambo

 

Historischer Vergleich  der russische  und  japanischen Kampfsystemen

 

Hier ist festzustellen, dass kein gemeinsamer Ursprung vorhanden ist. Es ist lediglich ein japanischer Einfluss Anfang dieses Jahrhunderts in den russischen Systemen nachzuweisen.

 

Verarbeitet wurden:

-          Elemente des Judo bei der Vereinheitlichung der nationalen russischen Ringkampfarten zu Borba Sambo

-          Elemente des Jiu Jitsu (wie auch andere Kampfsportarten) bei der gezielten Entwicklung des militärischen Nahkampfes

 

Die äussere Ähnlichkeit von Jiu Jitsu und Bojewoje Sambo ergibt sich zwangsläufig aus der Nutzung waffenloses Nahkampfmittel. Das System „Mensch“ hat nur eine gewisse Anzahl von Körperwaffen (Faust, Knie, Ellenbogen...) zur Verfügung, welche es zielgerichtet gegen Schwachstellen am menschlichen Körper (des Gegners) einsetzen kann.

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